Frische Brise

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Sich Zeigen

Es gibt diese Tage, an denen man lieber schweigt, als sich angreifbar zu machen. Die eigene Meinung wird leiser, der Mut zur Stimme schwindet. Vieles spricht dafür, sich nicht zu zeigen.

Und dann gibt es Momente, in denen jemand ruhig stehen bleibt und das sagt, was zu sagen ist – ohne Härte, ohne Lautstärke, einfach klar und mit einer Wärme, die spürbar ist. Solche Momente verändern etwas. Nicht nur in dem, der spricht, sondern auch in denen, die zuhören.

Davon erzählt Pfingsten: von einer Kraft, die Mut gibt, ohne hart zu machen.

Wissen, was zu tun ist

Manchmal ist plötzlich etwas klar. Nicht weil man lange nachgedacht hätte. Etwas in einem weiß: Das gehört zu mir, das nicht. Das ist richtig, das nicht. Hier muss ich hin, dort darf ich nicht bleiben.

Manchmal gegen die eigenen Wünsche. Manchmal gegen das, was andere erwarten. Aber es ist deutlich. Und es bleibt, auch wenn man es überhören möchte.

An Pfingsten feiern Christen, dass Gottes Geist auf diese Weise in uns wirkt: als eine ruhige Gewissheit, die uns Richtung gibt.

Gutes tun

Manchmal tut man etwas, was man nicht müsste. Man ruft jemanden an, von dem man gehört hat, dass es ihm schlecht geht. Man widerspricht, wenn andere abfällig über jemanden reden. Man bringt etwas in Gang, das ohne einen nicht passiert wäre.

Hinterher ist man oft selbst überrascht. Es kostet weniger, als man dachte. Und es verändert nicht nur den anderen.

Pfingsten erinnert daran, dass Gottes Geist uns bewegt – damit etwas Gutes in die Welt kommt, durch jede und jeden von uns.


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Gedanken zu Pfingsten

  • Ich habe in meinem langen Leben oft erfahren, dass ich nicht mehr weiterwusste und dann kam doch wieder ein Atemzug, ein Mensch, ein Gedanke, der mir Mut gemacht hat. Für mich war das immer der Heilige Geist, auch wenn das niemand beweisen kann.— anonym

  • Drei freie Tage, an denen niemand etwas von mir will. Das fühlt sich für mich tatsächlich ein bisschen „heilig“ an.— Nadine aus Hamburg

  • In meiner Kindheit wusste weder ich noch mein Umfeld etwas mit Pfingsten anzufangen.
    Was war Pfingsten und was ist der Heilige Geist? Fragen die nie beantwortet wurden – bis jetzt.

    Gott in mir – Gott in uns, Jesaja 7,14.

    Und wie Papst Franziskus schon sagte, den Heiligen Geist öfters am Tag zu bitten, zu kommen: Komm Heiliger Geist.
    Atme in mir Heiliger Geist. Wirke in mir Heiliger Geist. Gib mir die richtigen Worte ein, Heiliger Geist, lass mich das Licht für andere sein.
    Es gibt Novenen für den Heiligen Geist und viele schöne Gebete und das kürzeste schenkte uns Papst Franziskus: Komm Heiliger Geist.

    Wenn der Heilige Geist in mir wirkt, in uns wirkt und wir Glaubensgeschwister im Namen Jesus Christus uns treffen und Jesus bei uns ist, so erfahren wir Gottes Liebe.
    Wir erfahren täglich die wundervollen Gaben des Heiligen Geistes und auch unsere eigenen wundervollen Gaben, mit denen Gott uns gesegnet hat.

    Und um diese zu gedenken, zu feiern und dankbar zu sein, ist Pfingsten eins der wertvollsten Feiertage des Jahres.

    In diesem Sinne wünsche ich allen ein gesegnetes Pfingsten im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Amen— R. aus Hamburg

  • Mein Obdachloser Freund sagt manchmal "Ich bin der Heilige Geist". Und auch wenn ich diese Formulierung für mich nicht nütze, halte ich sie dennoch nicht für so falsch.
    Ich muss dann an den Witz denken: "Treffen sich zwei Fische und einer zum anderen, ich hab da so ein Gerücht gehört, aber was soll das schon sein, dieses Wasser?"
    Ich bin umfangen und durchdrungen vom Heiligen Geist. Wieviel von mir ist nicht Heiliger Geist? Ich will mich mühen den 100% nahe zu kommen und lächele meinem Freund mit dem harten Leben und den sanften braunen Augen zu, wenn er sagt: Ich bin der Heilige Geist! Wer bin ich, zu sagen, das kann nicht sein. Unsere Gespräche sind oft so, dass ich es für möglich halte, jemanden vor mir zu haben der zu 100% durchdrungen ist. Und der er spüren kann und benennen mag.
    — N. aus Hamburg

  • Pfingsten 1995 KJG Kontakttreff Workshop Freies Schreiben
    [Ich bin damals 16 Jahre alt und will mich ausdrücken. Aber ich habe Angst. Ich kann nicht gut frei sprechen in Gruppen, frei beten, vorlesen auch nur mit Aufregung. Dennoch habe ich mich eingeschrieben, während meine Freunde eher die Spaßveranstaltungen vorziehen.
    Das brachte mir wenige Coolheitspunkte ein, aber ein Geschenk. Ich hab nie wieder aufgehört zu schreiben.]

    Und dies schrieb ich:
    Pfingsten
    Stimmengewirr
    man lauscht
    immer noch Lärm
    krankmachendes Unverständnis
    Einsturz
    Dann ein Menschenwunder
    Liebeskommunikation bricht Bahnen
    unsichtbare Drähte von Herz zu Herz
    Krusten bersten
    Blick in die Seele
    tiefer Friede
    schwimmt nicht nur
    an der Oberfläche
    wortlos
    ein Stück Pfingsten— Noa aus Hamburg

  • Ich denke ganz besonders an die jungen Menschen, die ich vor Jahren auf dem Weg zur Firmung begleitet habe. Spürt Ihr noch den heiligen Geist in Eurem Alltag? Wie schön die Treffen waren, als wir uns darüber unterhalten haben, wann uns in unserem Leben der heilige Geist spürbar begegnet. Und IHR von Euren Erlebnissen mit Freunden, in der Schule oder Familie berichtetet. Ein Beispiel was eine Firmandin berichtete: Als sie sich ermutigt fühlte auf die gemoppte und von allen ins Abseits gestellte Mitschülerin zuzugehen und daraus eine tiefere Freundschaft entstand. Einfach mal Wege gehen, die nicht dem Mainstream folgen. Die Kraft die wir hierfür benötigen, dass ist für mich spürbarer Heiliger Geist. Der Anstoß im richtigen Moment klar zu handeln und zu denken da spüre ich das Wirken des Heiligen Geistes.— Maria aus Hamburg