Frische Brise

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Sich Zeigen

Es gibt diese Tage, an denen man lieber schweigt, als sich angreifbar zu machen. Die eigene Meinung wird leiser, der Mut zur Stimme schwindet. Vieles spricht dafür, sich nicht zu zeigen.

Und dann gibt es Momente, in denen jemand ruhig stehen bleibt und das sagt, was zu sagen ist – ohne Härte, ohne Lautstärke, einfach klar und mit einer Wärme, die spürbar ist. Solche Momente verändern etwas. Nicht nur in dem, der spricht, sondern auch in denen, die zuhören.

Davon erzählt Pfingsten: von einer Kraft, die Mut gibt, ohne hart zu machen.

Wissen, was zu tun ist

Manchmal ist plötzlich etwas klar. Nicht weil man lange nachgedacht hätte. Etwas in einem weiß: Das gehört zu mir, das nicht. Das ist richtig, das nicht. Hier muss ich hin, dort darf ich nicht bleiben.

Manchmal gegen die eigenen Wünsche. Manchmal gegen das, was andere erwarten. Aber es ist deutlich. Und es bleibt, auch wenn man es überhören möchte.

An Pfingsten feiern Christen, dass Gottes Geist auf diese Weise in uns wirkt: als eine ruhige Gewissheit, die uns Richtung gibt.

Gutes tun

Manchmal tut man etwas, was man nicht müsste. Man ruft jemanden an, von dem man gehört hat, dass es ihm schlecht geht. Man widerspricht, wenn andere abfällig über jemanden reden. Man bringt etwas in Gang, das ohne einen nicht passiert wäre.

Hinterher ist man oft selbst überrascht. Es kostet weniger, als man dachte. Und es verändert nicht nur den anderen.

Pfingsten erinnert daran, dass Gottes Geist uns bewegt – damit etwas Gutes in die Welt kommt, durch jede und jeden von uns.


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Gedanken zu Pfingsten

  • Man kann den Sommer schon riechen, überall ist Leben: Pfingsten feiert das Leben mit uns.— Johannes aus Travemünde

  • Der Heilige Geist kommt zu uns und erneuert unser Erkennen und unser Denken. Es kommt Neues in die Welt.— Annette aus Göttingen

  • Neuanfang, der Geist der Liebe und Hoffnung.— IBE aus HH

  • Pfingsten heißt für mich: Türen aufmachen, Fenster aufreißen, durchatmen.— Andrea K.

  • Eigentlich hatte ich mit der Angelegenheit schon abgeschlossen und schwieg dazu. Warum ich plötzlich das Fachbuch nahm, den B-Plan raussuchte, praktisch sofort die entscheidenden Passagen sah und die sehr kurze Zusammenfassung schrieb, ist etwas Rätselhaft für mich. Der Geist weht wo ER will. Da kann man nur staunen.— Joachim aus Timmendorfer Strand

  • Lieber Erzbischoff,
    Pfingsten war für mich dieses Jahr so viel mehr. Der erste Geburtstag meiner Nichte und ihre Taufe im Anschluss, das Beisammensein mit meinen Geschwistern und ein paar Tage Urlaub, an denen ich den Arbeitsalltag und -stress hinter mir lassen konnte.
    Mit Menschen ins Gespräch gehen, die meinen Tag kreuzten und dabei merken, wie gut es tut die Geschichten, Gedanken und Sorgen anderer kennenzulernen. Das hat den Geist befreit und die Eigenen abgedankten sortiert.
    — I.B. aus Hamburg